Archiv der Kategorie: Technische Aspekte

Energiekonzept

Elektrokonzept im städtebaulichen Projekt und im Prototyp

Im urbanen Kontext bietet die Vernetzung von energetischen Potentialen die Möglichkeit Energie in städtischen Arealen an optimaler Stelle zu erzeugen und für mehrere Haushalte bereitzustellen. Durch ein Anergienetz werden ganze Komplexe und Quartiere energietechnisch verbunden und können so ihren Bedarf an Wärme und Kälte effizient decken. Ein Wohnhaus, wie es im Projekt your+ umgesetzt wird, hat somit einen Anschluss an ein Wärme- und Kältenetz. Dieser Netzanschluss stellt die Versorgung des Gebäudes sicher. Produziert das Gebäude jedoch zu viel Energie für den Eigenverbrauch (z.B. mit Photovoltaik) kann eine Rückspeisung ins Netz erfolgen und andere Gebäude profitieren davon.
Energie teilen bedeutet Ressourcen sparen.

Anergienetz städtebaulicher Kontext – Prototyp mit Netzanschluss

Anergienetz städtebaulicher Kontext – Prototyp mit Netzanschluss

Um einen möglichst effizienten Betrieb zu gewährleisten, müssen sämtliche Verbraucher miteinander vernetzt sein. So werden die Geräte zum Zeitpunkt eingeschaltet, wenn genügend Energie vorhanden ist. Um allfällige Einspeisespitzen der PV-Anlage zu reduzieren, wird die überschüssige Energie in Batterien zwischengespeichert. Diese Energie wird dazu verwendet Spitzen der Verbraucher zu puffern und das Gebäude möglichst netzunabhängig zu betreiben.
Die Photovoltaik-Anlage hat zum Ziel, mit einer beschränkten Leistung einen möglichst hohen Energieertrag zu produzieren.

Strom teilen

Strom teilen

Grid-Living & Mobility- Konzept

Im Rahmen des Projekts sollen die Energiespeicher verschiedene Aufgaben im System des Gebäude und der Mobilität übernehmen. Neben den wichtigen Aufgaben im Elektrokonzept spielen sie auch eine wichtige Rolle in der Mobilität. Die geladenen Akkus sollen auch für die E-Bikes eingesetzt werden und damit das Fahrradfahren erleichtern. Eine Idee wäre auch, das Fahrrad als Hometrainer zu nutzen und mit Hilfe der Rekuperation die Batterie wieder zu Laden und dem your+ Prototyp wieder zu Verfügung stellen.

Das Ost-West nachgeführte Photovoltaiksystem und der Hometrainer als Rekupation zur Energiegewinnung

Die Gebäudeautomation

Die Gebäudeautomation hat drei Teile, das Energiemanagement, Komfortmanagement und zusätzliche Funktionen. Das Energiemanagement ist für die Speicherbewirtschaftung hzuständig. Dabei möchte man elektrische Leistungsspitzen brechen und überschüssige Energie für leistungsarme Zeiten speichern. Aktive und passive Systeme beeinflussen die Komfortbedingungen und werden bedarfsabhängig betrieben. Zusätzliche Systeme sind für die Safety, Security und Bewässerung.
Die verschiedenen Schaltalgorithmen verarbeiten interne und externe Inputs und arbeiten zusammen.

Simulation als vorausschauende Massnahme

Um energieeffiziente Gebäude zu bauen ist es wichtig, dass bereits im Planungsprozess ganzheitliche Betrachtungen gemacht werden. Um die Auswirkungen der Lösungen in den unterschiedlichen Projektschritten abschätzen und entsprechend reagieren zu können, wird der Planungsprozess mit Hilfe von unterschiedlichen Simulationen unterstützt.